Lokale Währung. Regionale, nachhaltige Waren fördern

Die Etablierung einer Lokalwährung soll die lokale, nachhaltige Wirtschaft ankurbeln. Die Währung ist so limitiert, dass sie nur für lokale und nachhaltige Produkte verwendet werden kann. Realisierbar wäre dies über eine Kooperation mit den großen Arbeitgebern in Ingolstadt. Diese würden 5 Prozent des, nach den nächsten Gehaltsverhandlungen neu auszuzahlenden, Zusatzgehalts in einer lokalen Währung ausschütten. Für die meisten Arbeitenden macht das keinen großen Unterschied, aber die MehrverdienerInnen werden angeregt, mehr Geld lokal zu investieren. An dieser Stelle sei darauf hinzuweisen, dass wir hier von einer “schlecht werdenden” lokalen Währung sprechen. Die ersten zwei Monate nach Ausschüttung würde die Währung ihren Wert behalten und dann um 0,025 Prozent am Tag verlieren. So wird man dazu angeregt, sein Geld entweder auszugeben oder nachhaltig zu investieren. Beispielsweise wäre denkbar, dass die Lokalwährung in den Photovoltaikausbau in Ingolstadt investiert werden kann und etwaige Gewinne dann in Euro ausgeschüttet werden. Für die Einrichtung von Kontroll- und Betreuungsstellen sind von Mehrkosten von etwa 2,5 Millionen Euro über die nächsten zehn Jahre auszugehen. Hierbei sollte aber darauf hingewiesen werden, dass dafür, bei Partizipation von genügend Arbeitgebern, 60 bis 100 Millionen in die lokale Wirtschaft flössen. 

Bei der Realisierung dieses Vorschlags sollte auf folgendes geachtet werden: Tarifautonomie und Freiwilligkeit müssen gewährleistet bleiben. Um dies zu realisieren, ist eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften unabdingbar. [2,5 Mio€ / Xt CO2 ]