Faire Arbeit. Fördern und sicherstellen!

Respekt und Recht auf gute Arbeit. Der Niedriglohnsektor wächst, Leiharbeit und Werkverträge nehmen überhand. Als Folge davon können sich auch in Ingolstadt immer mehr Menschen ihre Wohnungen nicht mehr leisten, von Urlaub ganz zu schweigen. Durch dieses Lohndumping maximieren einige Wenige ihre Profite. Die sozialen Folgekosten trägt die öffentliche Hand und zwar durch aufstockende ALG-Leistungen, später dann durch Grundsicherung im Alter. Ingolstadt muss auch deshalb zum Vorreiter im Kampf gegen Niedriglöhne, Tarifflucht und Befristungen werden. In den städtischen Aufgabenbereichen, zum Beispiel bei der Gebäudereinigung, der Müllabfuhr, in den Kitas und in der Pflege müssen Tariflöhne – ohne Wenn und Aber – gezahlt werden. Wir werden uns weiterhin auf allen Ebenen für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von wenigstens 13 Euro einsetzen. Aber die Kommunen müssen als ArbeitgeberInnen mit gutem Beispiel vorangehen:

Wo die Kommunen selbst zu ArbeitgeberInnen werden, muss die Bezahlung nach Tarif und eine unbefristete Beschäftigung Pflicht sein, auch bei den Servicegesellschaften der Stadt. Eine Auslagerung von Aufgaben an private SubunternehmerInnen wird es mit uns nicht geben. Diese Kriterien wollen wir nicht nur bei der Auftragsvergabe ansetzen, sondern auch bei der Gewerbeflächenvergabe, z. B. im Güterverteilzentrum.  Öffentliche Aufträge werden ausschließlich an Unternehmen vergeben, die ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden, also tariflich bezahlen, betriebliche Mitbestimmung ermöglichen und in ihren Betrieben ausbilden. Auch ökologische Gesichtspunkte sind dabei immer mit einzubeziehen. Wir setzen uns dafür ein, dass „Faire Arbeit“ zum Leitmotiv kommunaler Wirtschaftspolitik wird, kein BürgerInnen-Konzerndenken!